Objekt des Monats im Februar
Der Merkurputto zeigt den römischen Götterboten als ruhende Puttofigur auf Getreideähren. Eine außergewöhnliche Darstellung, die Mythologie, Handel und Brot symbolisch miteinander verbindet.
Seit Jahrhunderten ermöglichen Briefe den Austausch von Gedanken, Informationen und Gefühlen. In der antiken Götterwelt jedoch wurden Botschaften nicht geschrieben, sondern überbracht – von Götterboten. Einer der bekanntesten unter ihnen ist der römische Gott Merkur, zugleich Gott des Handels, der Diebe und insbesondere des Getreidehandels.
Der Künstler Michael Powolny (1871–1954) stellte Merkur als Putto dar: eine kindliche Figur, ruhend auf Getreideähren. Ausgestattet mit geflügeltem Hut, Geldbeutel, Brieftasche und einem Brief vereint diese Darstellung zentrale Attribute des Gottes und verbindet Kommunikation, Handel und Brot auf symbolische Weise.
Ein außergewöhnliches Objekt zwischen Mythologie, Kunst und Alltagskultur – zu sehen im PANEUM – Wunderkammer des Brotes:
Dienstag bis Samstag von 10 - 16 Uhr (letzter Einlass ist um 15 Uhr)