Objekt des Monats im April: Bronzerelief „Heiliges Mahl“
Das Bronzerelief „Heiliges Mahl“ von Joseph Krautwald greift eine der zentralen Szenen des christlichen Glaubens auf. Inspiriert vom letzten Abendmahl zeigt das Werk die zeitlose Bedeutung von Brot als Symbol für Gemeinschaft, Erinnerung und Hingabe.
Das Wandrelief „Heiliges Mahl“ des deutschen Bildhauers Joseph Krautwald (1914–2003) ist eine eindrucksvolle künstlerische Auseinandersetzung mit einer der bedeutendsten Szenen der christlichen Tradition: dem letzten Abendmahl Jesu Christi.
Am Gründonnerstag wird dieses Ereignis bis heute in besonderer Weise erinnert. Im Zentrum steht das gemeinsame Mahl Jesu mit seinen Jüngern, bei dem er Brot und Wein teilte und ihnen eine tiefere, symbolische Bedeutung verlieh:
„Und er nahm Brot, sprach das Dankgebet, brach es und reichte es ihnen mit den Worten: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird.“
(Lukas 22, 19–20)
Das Brotbrechen ist seither ein zentraler Bestandteil der Eucharistiefeier und steht für Gemeinschaft, Erinnerung und die Hingabe Christi. Gleichzeitig hat dieses Motiv über Jahrhunderte hinweg Künstlerinnen und Künstler inspiriert, die Szene immer wieder neu zu interpretieren und in unterschiedliche künstlerische Formen zu übersetzen.
Auch Joseph Krautwald griff dieses Thema auf und hielt es in einem fein gearbeiteten Bronzerelief fest. Seine Darstellung verbindet religiöse Symbolik mit künstlerischem Ausdruck und macht die zeitlose Bedeutung des „Heiligen Mahls“ sichtbar.
Das Werk steht exemplarisch für die Verbindung von Brot, Kultur und Spiritualität – ein zentrales Thema, das auch im PANEUM – Wunderkammer des Brotes auf vielfältige Weise erlebbar wird.